Was sind Still- und LaktationsberaterInnen?

Examinierte Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC sind medizinische Fachkräfte (Hebammen, (Kinder)Krankenschwestern, ÄrztInnen usw.), die eine Zusatzausbildung mit einer Prüfung nach internationalem Standard (International Board Certified Lactational Consultant, IBCLC) abgeschlossen haben. Die Zertifizierung ist 5 Jahre gültig. Still- und Laktationsberaterinnen müssen ihr Wissen durch anerkannte Fortbildungen regelmäßig auf aktuellem Stand halten, ihr Examen müssen sie spätestens nach 10 Jahren wiederholen. Laktationsberaterinnen sind häufig in Entbindungskliniken angestellt, wo sie das Stillmanagement leiten. Einige führen eigene Stillberatungspraxen oder bieten Hausbesuche an. Sie sind Spezialisten für komplexe Fälle, wie z.B. hartnäckige Stillprobleme, Stillen bei Erkrankungen von Mutter oder Kind, bei Frühgeborenen und kranken Säuglingen. Sie suchen nach Lösungen, wenn gestillte Säuglinge nicht ausreichend zunehmen. Still- und Laktationsberaterinnen beraten auch Mütter, die nicht stillen, um sie bei der Ernährung des Säuglings und beim Aufbau einer guten Mutter-Kind-Bindung zu unterstützen. Sie arbeiten mit Hebammen, ÄrztInnen und ehrenamtlichen Stillberaterinnen zusammen.

Die Beratung ist kostenpflichtig und wird momentan noch nicht automatisch von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Bei gewissen Erkrankungen von Mutter oder Kind werden die Kosten in manchen Fällen von den Krankenkassen übernommen. Lassen Sie sich über Details durch Ihre Laktationsberaterin informieren. Die Gebühren erfragen Sie bitte bei Ihrer Beraterin; sie unterscheiden sich nach regionalen Gegebenheiten.

Ausführlichere Informationen über die Angebote von freiberuflichen IBCLCs, Kosten und Erstattungsmöglichkeiten lesen Sie im Interview mit Monika Jahnke „Was machen Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC?“.

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